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Romance-Scam, Love-Scam: Digitale Betrugsmaschen

Nicht nur Frauen sondern auch Männer werden immer wieder Opfer von Love-Scam. Im englischsprachigen Bereich nennt man diese Betrugsmasche eigentlich gar nicht Love-Scam, sondern Romance-Scam. Im Normalfall werden für solche Betrügereien diverse Singlebörsen genutzt.


Wir geben Tipps und Infos für Salzburgerinnen und alle Frauen, die in Salzburg leben. Wir befassen uns hier mit Lifstyle in Salzburg, Gesundheit, Shopping, Beauty und vielen weiteren Themen, die für Salzburgerinnen interessant sind. Bei uns auch die aktuellen Corona-Zahlen der Gemeinden in Salzburg.

Soziale Netzwerke, gefälschte Profile und Love-Scam

Bei sogenanntem Love-Scam oder Romance-Scam, so nennt man es eigentlich im englischsprachigen Raum häufiger, handelt es sich um eine Betrugsmasche. Dabei werden oftmals Singlebörsen genutzt, inzwischen vermehrt auch klassische soziale Netzwerke. Die Betrügenden versuchen dabei den Opfern eine Verliebtheit vorzugaukeln. Ziel der Betrugsmasche ist es im Normalfall sich vom Opfer eine finanzielle Zuwendung zu erschleichen. Anders als bei "Loverboys" kommt es aber beim Love-Scam normalerweise nicht zu einem persönlichen Treffen.

Kriminielle Banden und auch Einzeltäter

Beim Love-Scam sind sowohl kriminelle Banden als auch Einzeltäter am Werk. Diese sind sehr unterschiedlich aktiv, aber zusammenfassend kann man sagen, dass letztlich immer die große Liebe vorgetäuscht wird und eine Person dem Opfer in Österreich anbietet unbedingt hier her ziehen zu wollen um eine gemeinsame Zukunft aufzubauen. Dabei entstehend dann vermeintliche Hindernisse oder Probleme, die finanzielle Kosten verursachen. Beispielsweise argumentiert der Täter gegenüber dem Opfer, dass vorab unbedingt ein Paket mit Wertsachen und Ausweisdokumenten hergeschickt werden müsse um diese Dinge in Sicherheit zu bringen. Da hier aber Gebühren für Zoll und dergleichen anfielen, benötige man vom Opfer per Überweisung eine Unterstützung um das zahlen zu können. (Nach dem Motto, sobald ich bei dir bin, bekommst du das Geld sowieso, ich möchte nur die Wertsachen nicht verkaufen, weil sie mir viel bedeuten).

Polizei-Nachrichten rund um Love-Scam

Pinzgau: 60-jährige Frau wurde Opfer von Love-Scam Betrugsmasche / 2022-01-10
Love-Scam Betrugsfälle im Lungau und im Pinzgau / 2021-12-17
Love-Scam Betrug in Salzburg aufgeklärt / 2021-11-19
Love-Scam: CyberCrime-Abteilung der Polizei klärt Betrug auf / 2021-10-05
Flachgau: Fast 100.000 Euro Schaden wegen Love-Scam Online-Betrug / 2021-08-25
Digitaler Betrug: Love-Scam in Salzburg Stadt / 2021-08-23
Vermehrtes Auftreten von "Love-Scams" / 2021-07-08
Love-Scam-Betrug im Pongau / 2021-05-03

Wie funktioniert der Love-Scam-Betrug dann weiter?

Nach der erhaltenen Zahlung kommt es erneut zu einem Problem, beispielsweise eine Verwicklung in einen Verkehrsunfall, weil man es so eilig zum Flughafen hatte um endlich zum Opfer zu gelangen. Nach dem Verkehrsunfall muss dann zunächst der Schaden beglichen werden, auch hierfür wird Geld gefordert. Danach geht es üblicherweise weiter mit einer vermeintlichen Gerichtsverhandlung, dann kommt eine Schadenersatzforderung des vermeintlichen Unfallopfers, für die dann ebenfalls um finanzielle Hilfe in Österreich beim Opfer ersucht wird. Nach und nach kommen so tausende und zigtausende Euro zusammen, bis dann der Kontakt einfach abgebrochen wird.

Love-Scam ziehen sich über Monate und Jahre

Da niemand sofort nach 2 Mailkorrespondenzen tausende Euro irgendwohin überweisen würde, sind die Täter natürlich auch sehr geduldig. Viele Täterbanden stammen aus dem afrikansichen Bereich, geben aber an Amerikaner oder Briten zu sein, damit die Sprachbarriere nicht problematisch ist. Das wird dann auch noch mit gefälschten Fotos von Ausweisen "belegt" und natürlich mit einem entsprechend gefälschten Profil auf einer Singlebörse.

Übrigens: Die Zahl der Love-Scams auf Sozialen Netzwerken, also den großen Netzwerken, ist relativ zu deren Größe gar nicht so häufig. Das hat damit zu tun, dass die Registrierungsbarriere dort höher ist, als bei klassischen Singlebörsen und Kontaktanzeigen-Seiten.

Betrügermasche: Love-Scammer beim Militär

Der Love-Scam-Betrug läuft dann über mehrere Monate, zunächst wird sehr viel per E-Mail an romantischen Inhalten ausgetauscht, danach wird dann auch telephoniert. So sollen die Opfer möglichst immer mehr an die vermeintliche Liebe glauben, dieser Glaube wird noch zusätzlich gestärkt in dem die ganze Geschichte zu einem runden Bild geformt wird. Oftmals behaupten die Betrüger dann auch, dass sie im MIlitärdienst seien, ein gutes Argument um das größte Problem zu verhindern: Nämlich einen Besuch durch das Opfer beim Täter, denn dafür könnte der Täter schließlich nicht um finanzielle Hilfe bitten.

Immer mehr Probleme...

Wichtigstes Kennzeichen eines Love-Scam-Betruges sind letztlich die immer häufiger auftretenden Probleme, die der - ach so kurz bevorstehenden Erfüllung des gemeinsamen Liebesglückes beim Opfer - im Wege stehen. Plötzlich kann der Täter eben nicht mehr weg, weil eine Familienmitglied erkrankt ist, weil ein Schuldenberg erdrückend ist und daher ein Ticket nicht ausgestellt wird, weil die Reisekosten zu hoch werden und dafür dringend Unterstützung gebraucht wird...

All diese Kennzeichen deuten auf einen Love-Scam hin. Wie man sich am besten verhalten soll um nicht Opfer eines solchen Betruges zu werden, erklärt auch die Kriminalprävention der Salzburger Polizei:

  • Schützen Sie im Netz Ihre eigene Identität:
    Sämtliche von Ihnen bekannt gegebene persönliche Daten, erleichtern dem Täter sein Vorhaben. Alles, was ein Täter über sein Opfer weiß, kann auch emotional genutzt werden um das Opfer noch tiefer in die Falle zu locken.
  • Vermeiden Sie es unbedingt, persönliche Fotos oder Videoaufnahmen mit dem Täter auszutauschen. Dies erleichtert dem Täter die spätere Umsetzung der Tat, indem er Sie möglicherweise mit der Veröffentlichung derartiger Bilder unter Druck setzt.
  • Vor einem ersten Trefffen mit einer vermeintlichen Liebschaft gilt: Niemals, ohne Ausnahme, direkt Geld irgendwohin überweisen oder womöglich sogar mit Bitcoins oder anderen Kryptowährungen etwas bezahlen. Wer von der Echtheit der Liebe und der anderen Person überzeugt ist, kann versuchen im tatsächlichen Fall konsularische Hilfe zu organisieren, das wird ein Betrüger ohnehin ablehnen, weil es keinen finanziellen Vorteil bringt.
  • Einem ersten persönlichen Treffen sollten immer Telefonate vorausgehen.
  • Erste Treffen sollten immer an öffentlichen und/oder gut besuchten Orten stattfinden.
  • Scheuen Sie sich nicht eine Anzeige zu erstatten; wir alle wissen: "Liebe macht blind"! Das ist auch der Grund, warum Täter die Gefühlswelt des späteren Opfers ausnutzen umso an deren Geld zu gelangen.

Wenn eine Geldforderung kommt: Antworten Sie ohne Geld!

Ebenso wichtig wie die Tipps der Polizei ist noch ein ausdrücklicher Hinweis: Was auch immer an Geld gefordert wird, lösen Sie das Problem immer ohne einer Überweisung. Wer Geld für ein Flugticket benötigt, dem können Sie auch ein Flugticket auf seinen Namen kaufen. Wer Geld für eine schwere medizinische Behandlung benötigt, dem kann auch über Entwicklungshilfe und konsularische Dienste geholfen werden. Wer Geld braucht um eine Gerichtsverhandlung zu bestehen, dem kann man auch versuchen einen guten Anwalt zu organisieren. Und ein Paket kann man auch als Empfänger so erhalten, dass der Empfänger die Zollkosten übernimmt.

Alle diese Dinge werden von einem Love-Scam-Betrüger aber abgelehnt. Denn in allen Fällen würde der Betrüger kein Geld erhalten sondern eine Leistung, die ohnehin nicht nützlich für den Betrüger ist. Und wenn die Hilfe abelehnt wird mit unterschiedlichsten Ausreden - dann ist auch klar, dass die Person am anderen Ende nicht jene Person ist, die sie vorgibt zu sein.

Mittel gegen Love-Scam in Salzburg: Fragen stellen!

Eine Eigenschaft, die organisierte Love-Scam-Banden haben ist die Tatsache, dass sie nicht gerne Fragen beantworten sondern lieber Fragen stellen. Denn der Hintergrund ist, dass diese Banden im Schichtbetrieb arbeiten. Denn Love-Scam funktioniert am effizientesten, wenn das Opfer 24 Stunden pro Tag "bespaßt" wird, also kontaktiert wird mit Nachrichten, Liebesbotschaften und dergleichen. Das schaffen einzelne Personen aber gar nicht so, daher wird in Schichtbetrieben gearbeitet. Hier sind Manuskripte im Einsatz, die das Persönlichkeitsprofil "vorgeben" und schematisch darstellen um sich nicht zu verraten. Fragen zu nicht vorbereitbaren Themen zu stellen und verteilt über mehrere Tage zu verschiedenen Uhrzeiten, kann die Betrüger in die Enge treiben. Daher wird eine Love-Scam-Betrügerbande immer versuchen einer spezfischen, konkreten Frage auszuweichen um sich nicht zu verraten.

Datenvergleich von mit Österreich
Stand:
  • Bevölkerung: 0 % ( / 8894380)
  • Haushalte: 0 % ( / 3955761)
  • Firmen und Unternehmen: 0 % ( / 694829)
  • Arbeitsplätze: 0 % ( / 4704720)

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Love-Scam in den Nachrichten in Salzburg

Hier aus unseren Nachrichten verschiedene Beispiele von Love-Scam-Betrug, den es in Salzburg (Stadt und Land) schon gegeben hat oder aktuell gerade gibt. Das dient auch dazu, dass sich alle Leserinnen und Leser hier ein Bild davon machen können, wie häufig dieses Phänomen auch in Salzburg auftritt. Wir zitieren hier aus behördlichen Quellen und lassen die einzelnen Vorfälle hier unkommentiert. Es lohnt sich jedenfalls für alle Salzburgerinnen und Salzburger sich mit dem Thema Love-Scam bzw. Romance-Scam, wie das auch genannt wird, zu beschäftigen. Denn das Problem ist durchaus groß, es wird nur oft aus Gründen von Schamgefühl eher geheim gehalten. Daher sind diese Nachrichten, die wir aus behördlichen Quellen haben, auch nur die Spitze des Eisberges - das Problem ist in Salzburg sicher viel weiter verbreitet als aus diesen Nachrichten anzunehmen ist.

Pinzgau: 60-jährige Frau wurde Opfer von Love-Scam Betrugsmasche
(2022-01-10) Eine 60-jährige Pinzgauerin wurde Opfer eines Love-Scam-Betruges. Die Frau bekam Anfang November 2021 auf einer Social-Media-Plattform eine Freundschaftsanfrage von einem vermeintlichen UN-Soldaten, welche sie auch bestätigte. Im Laufe der Zeit konnte sich der Täter das Vertrauen der Pinzgauerin erschleichen, wobei er angab seinen Ruhestand mit ihr verbringen zu wollen und dafür seine Ersparnisse in einem Paket zu ihr schicke. In weiterer Folge erhielt die 60-Jährige eine fingierte Mail eines Speditionsunternehmens mit einer Zahlungsaufforderung. Weitere Zahlungsaufforderungen folgten, wobei die Dame schließlich Anzeige erstatte. Insgesamt entstand ein Schaden von rund 25.000 €.
Quelle: https://www.polizei.gv.at
Love-Scam Betrugsfälle im Lungau und im Pinzgau
(2021-12-17) Eine 66-jährige Lungauerin und eine 34-jährge Pinzgauerin wurden jeweils Opfer eines Love-Scam-Betruges. Die beiden Frauen meldeten sich auf unterschiedliche Dating-Plattformen an und wurden jeweils von unterschiedlichen Männern angeschrieben, welche ihr Vertrauen ausnutzten und sie in weiterer Folge zu mehreren Banküberweisungen verleiteten. Die Pinzgauerin überwies insgesamt rund 8.000 €. Von einer weiteren überaus hohen Zahlung, für welchen sie einen Kredit aufnehmen wollte, wurde die 34-Jährige von einer Bankangestellten abgehalten. Die 66-jährige Lungauerin überwies insgesamt rund 50.000 €.
Informationen zu dieser Betrugsmasche:
Bei dieser Betrugsform nutzen die Täter die vermeintliche Zuneigung von Frauen und Männern aus, um das Opfer zu Zahlungen zu bewegen. Sie hat sowohl weibliche als auch männliche Opfer. Mittels Telefonaten, E-Mails und anderen Kommunikationsformen der Neuen Medien wird den Opfern eine Art Beziehung vorgespielt und in weiterer Folge finanziell ausgebeutet.

Nach Aufbau einer Vertrauensbasis und Zusage eines Treffens wird unter dem Vorwand einer Notsituation (ich wurde soeben beraubt oder das plötzlich schwer erkrankte Kind oder die Mutter) um finanzielle Unterstützung ersucht. Geldbeträge sollen dann wegen der schlechten Rückverfolgbarkeit per Money-Transfer-Dienst übermittelt werden. Wird dennoch einmal bezahlt, erfolgt sofort die nächste Hiobsbotschaft und ein weiterer schwerer Schicksalsschlag erfordert eine neuerliche Überweisung. Durch die zum Teil sehr emotionellen Affären wurden so Geschädigte bereits um sehr hohe Beträge betrogen.
Tatsächlich sind die "geliebten" Personen in der von diesen dargestellten Art gar nicht existent. Dahinter stecken üblicherweise perfekte Betrüger mit guten Umgangsformen und guter Tarnung, bei den vorgegebenen Identitäten um normale, situierte Bürger, welche noch nicht einmal ahnen, dass hier ihr Name und zum Teil ihr Internetauftritt für Betrugszwecke verwendet wird.

Tipps der Kriminalprävention:
• Schützen Sie im Netz Ihre eigene Identität. Sämtliche von Ihnen bekannt gegebene persönliche Daten, erleichtern dem Täter sein Vorhaben.
• Vermeiden Sie es unbedingt, persönliche Fotos oder Videoaufnahmen mit dem Täter auszutauschen. Dies erleichtert dem Täter die spätere Umsetzung der Tat, indem er
• Sie möglicherweise mit der Veröffentlichung derartiger Bilder unter Druck setzt.
• Einem ersten persönlichen Treffen sollten immer Telefonate vorausgehen.
• Erste Treffen sollten immer an öffentlichen und/oder gut besuchten Orten stattfinden.
• Scheuen Sie sich nicht eine Anzeige zu erstatten; wir alle wissen: "Liebe macht blind"! Das ist auch der Grund, warum Täter die Gefühlswelt des späteren Opfers ausnutzen umso an deren Geld zu gelangen.

Die Spezialisten der Kriminalprävention des Landeskriminalamtes Salzburg stehen Ihnen kostenlos unter der Telefonnummer 059133 50 3333 oder via E-Mail LPD-S-LKA-Kriminalpraevention@polizei.gv.at für eine Beratung zur Verfügung.
Quelle: https://www.polizei.gv.at
Love-Scam Betrug in Salzburg aufgeklärt
(2021-11-19) Seit Anfang August 2021 ermittelte die CyberCrime-Gruppe des Kriminalreferats Salzburg gegen einen zunächst unbekannten Täter, welcher des Betruges beschuldigt wird. Der 29-jährigen Nigerianer gab sich auf einer Datingplattform als Schiffskapitän aus Wien aus und nahm online Kontakt zu einer Salzburgerin auf. Nachdem der Mann das Vertrauen von der Salzburgerin gewonnen hatte, gab er an, technische Probleme mit seinem Schiff zu haben und Geld für vermeintliche Schiffersatzteile zu benötigen. Das Opfer, eine 39-jährige Salzburgerin, überwies daraufhin sieben Mal Geld an deutsche, spanische und belgische Konten.

Der Nigerianer konnte anhand von forensischen Auswertungen der Emails und Chatprotokolle ausgeforscht werden. Insgesamt entstand ein Schaden im fünfstelligen Euro-Bereich.
Quelle: https://www.polizei.gv.at
Love-Scam: CyberCrime-Abteilung der Polizei klärt Betrug auf
(2021-10-05) Seit Anfang August 2021 ermittelte die CyberCrime-Gruppe des Kriminalreferats Salzburg gegen einen 42-jährigen Nigerianer der als "Lovescammer" bei einer Plattform angemeldet war. Er gab sich auf dieser Datingplattform als Arzt aus Kanada aus, welcher bei Ärzte ohne Grenzen im Jemen beschäftigt sei. Nachdem der Mann das Vertrauen von zwei Opfern gewonnen hatte, forderte er diese zu Zahlungen von mehreren tausend Euro für medizinische Geräte auf. Das benützte Profilbild des 42-jährigen zeigte einen echten Arzt und plastischen Chirurgen aus Australien. Im Zuge von zahlreichen Auswertungen der Chatprotokolle zwischen Täter und Opfer sowie der Zusammenarbeit mit den italienischen Behörden konnte der Nigerianer als Verdächtiger ausgeforscht werden. Einem der beiden Opfer entstand ein Schaden in Höhe 200 Euro, ansonsten blieb es beim Versuch, zumal die Opfer schnell misstrauisch wurden.
Quelle: https://www.polizei.gv.at
Flachgau: Fast 100.000 Euro Schaden wegen Love-Scam Online-Betrug
(2021-08-25) Eine 53-jährige Flachgauerin kontaktierte im Mai dieses Jahres via einer Socail-Media-Plattform einen ihr unbekannten Mann, woraus sich eine Onlinefreundschaft entwickelte. Der Unbekannte trat dabei unter dem Namen "James Hofbauer" auf und gab sich als 4-Sterne General der US-Armee aus. Im weiteren Verlauf des Kontaktes brachte der Unbekannte die Flachgauerin dazu, mehrere Überweisungen auf ein italienisches Konto durchzuführen, indem er ihr vormachte, das Geld zu benötigen, um eine frühzeitige Pensionierung zu beantragen, ansonsten würde er in den Irak versetzt werden. Zwei weitere Male gab er vor, das Geld für Flugtickets in die USA zu benötigen. Schließlich täuschte er noch einen Krankenhaus- und Hotelaufenthalt vor. Der 53-Jährigen entstand ein Schaden in einer Höhe von knapp über 100.000 Euro.
Quelle: https://www.polizei.gv.at
Digitaler Betrug: Love-Scam in Salzburg Stadt
(2021-08-23) Ein bisher unbekannter Täter verleitete eine 52-jährige Salzburgerin dazu, ihm insgesamt 16.000 Euro zu senden. Der Täter stellte bereits im Juni 2021 über eine Social-Media-Plattform den ersten Kontakt zur Salzburgerin her und täuschte ihr seine Liebe vor. Da der Täter auch vorgab, in Kürze einen Hohen Geldbetrag zu erhalten und angeblich das geliehene Geld zurückzubezahlen, ließ sich die Frau dazu verleiten, ihm bis zum 19. August in vier Überweisungen insgesamt die 16.000 Euro zu senden.
Quelle: https://www.polizei.gv.at
Vermehrtes Auftreten von "Love-Scams"
(2021-07-08) Seit einiger Zeit werden vermehrt "Love Scams" bei der Salzburger Polizei zur Anzeige gebracht. Diese laufen immer nach einem ähnlichen Schema ab. Ein scheinbar amerikanischer Staatsangehöriger schreibt über eine Datingplattform eines social Media-Kanals. Meist wird angegeben, dass es sich um einen Soldaten handelt oder um jemanden der im Krieg als Arzt oder Krankenpfleger arbeitet oder dort andere Tätigkeiten ausüben. Um seine Angaben glaubhaft zu machen schickt der Täter meist ein Foto eines Ausweisdokumentes. Über die Zeit entwickelt sich eine Beziehung in der von der Person große Liebe vorgetäuscht und die Absicht nach Österreich zum Opfer zu ziehen in Aussicht gestellt wird.
Die Person möchte bevor er kommt ein "persönliches Paket" zum Opfer schicken. Darin sind laut deren Angaben Wertpapiere oder Wertgegenstände enthalten sind. Dafür fallen jedoch Steuern, Lieferkosten oder Zollgebühren an, die das Opfer bitte übernehmen soll. Bei dieser ersten Forderung handelt es sich meist um einen Betrag von 500 Euro bis 5000 Euro. Die Täter versichern, dass das Opfer das Geld zurückbekommt sobald das Pakte eingetroffen ist. Das ist typisch für eine Betrugsmasche, das leisten einer Vorauszahlung. Diese Zahlung sollen entweder in Euro oder Bitcoin überwiesen werden. Wird dieser Betrag bezahlt, fällt als nächste Gebühr ein weit höherer Betrag an. Dieser bewegt sich zwischen 10.000 Euro und 25.000 Euro. Bei Nichtbezahlung wird mit Gefängnisstrafe und Haftbefehl gedroht.
Bei den im Zeitraum zwischen April und Juli erstatteten Anzeigen handelte es sich bei den Opfern um Frauen und Männer zwischen 41 und 56 Jahren. Durch die angezeigten Betrugstaten konnten die Täter mehr als 48.000 Euro erbeuten.
Quelle: https://www.polizei.gv.at
Love-Scam-Betrug im Pongau
(2021-05-03) Ein bislang unbekannter Täter täuschte eine 39-jährige Pongauerin, indem er sich als Soldat der US-Army ausgab und ihr Vertrauen ausnutzte, indem er ihr vormachte, dass er dringend Geld benötige, um nicht nach Afghanistan versetzt zu werden. Die Pongauerin überwies dem Täter, der erst Anfang Februar 2021 via Social-Media-Plattform Kontakt mit der 39-Jährigen aufnahm, mehrmals Zahlungen auf ein amerikanisches sowie auf Bitcoin-Konten. Durch die Tat entstand ein Schaden im fünfstelligen Euro-Bereich.

Informationen zu dieser Betrugsmasche:
Bei dieser Betrugsform nutzen die Täter die vermeintliche Zuneigung von Frauen und Männern aus, um das Opfer zu Zahlungen zu bewegen. Sie hat sowohl weibliche als auch männliche Opfer. Mittels Telefonaten, E-Mails und anderen Kommunikationsformen der Neuen Medien wird den Opfern eine Art Beziehung vorgespielt und in weiterer Folge finanziell ausgebeutet.

Nach Aufbau einer Vertrauensbasis und Zusage eines Treffens wird unter dem Vorwand einer Notsituation (ich wurde soeben beraubt oder das plötzlich schwer erkrankte Kind oder die Mutter) um finanzielle Unterstützung ersucht. Geldbeträge sollen dann wegen der schlechten Rückverfolgbarkeit per Money-Transfer-Dienst übermittelt werden. Wird dennoch einmal bezahlt, erfolgt sofort die nächste Hiobsbotschaft und ein weiterer schwerer Schicksalsschlag erfordert eine neuerliche Überweisung. Durch die zum Teil sehr emotionellen Affären wurden so Geschädigte bereits um sehr hohe Beträge betrogen.
Tatsächlich sind die "geliebten" Personen in der von diesen dargestellten Art gar nicht existent. Dahinter stecken üblicherweise perfekte Betrüger mit guten Umgangsformen und guter Tarnung, bei den vorgegebenen Identitäten um normale, situierte Bürger, welche noch nicht einmal ahnen, dass hier ihr Name und zum Teil ihr Internetauftritt für Betrugszwecke verwendet wird.

Tipps der Kriminalprävention:
• Schützen Sie im Netz Ihre eigene Identität. Sämtliche von Ihnen bekannt gegebene persönliche Daten, erleichtern dem Täter sein Vorhaben.
• Vermeiden Sie es unbedingt, persönliche Fotos oder Videoaufnahmen mit dem Täter auszutauschen. Dies erleichtert dem Täter die spätere Umsetzung der Tat, indem er
• Sie möglicherweise mit der Veröffentlichung derartiger Bilder unter Druck setzt.
• Einem ersten persönlichen Treffen sollten immer Telefonate vorausgehen.
• Erste Treffen sollten immer an öffentlichen und/oder gut besuchten Orten stattfinden.
• Scheuen Sie sich nicht eine Anzeige zu erstatten; wir alle wissen: "Liebe macht blind"! Das ist auch der Grund, warum Täter die Gefühlswelt des späteren Opfers ausnutzen umso an deren Geld zu gelangen.

Die Spezialisten der Kriminalprävention des Landeskriminalamtes Salzburg stehen Ihnen kostenlos unter der Telefonnummer 059133 50 3333 oder via E-Mail LPD-S-LKA-Kriminalpraevention@polizei.gv.at für eine Beratung zur Verfügung.
Quelle: https://www.polizei.gv.at

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